Tintlinge
Faltentintling (Coprinopsis atramentaris)
Der Pilz wächst von April bis in den Dezember. Er kommt häufig büschelig auf Laubholz vor. Das Laubholz kann auch vergraben sein. Sein Hut ist jung silbrig und wird später graubraun. Die sehr dicht stehenden Lamellen sind ebenfalls je nach Reife von hellgrau über braun bis schwarz zerfließend. Das schwarze Sporenpulver wird im Alter an den Rändern deutlich.
Der Pilz enthält Coprin, welches in Verbindung mit Alkohol zu starken Symptomen führt. Daher sollte 2-3 Tage vorher und nachher kein Alkohol getrunken werden.
Zuletzt aktualisiert am 05.04.2026.

Gesäter Tintling (Coprinellus disseminatus)
Der Gesäte Tintling ist einer der häufigsten Tintlinge. Man findet ihn ganzjährig oft an Laub-Strünken oder auch in Parkanlagen. Sein massenhaftes Vorkommen wirkt wie ausgesät, was ihm auch seinen Namen verliehen hat. Leider ist er als Speisepilz nicht geeignet.
Zuletzt aktualisiert am 08.04.2026.

Glimmertintling (Coprinellus micareus)
Die ockerbraunen bis fuchsigbraunen Hüte sind stark gerillt und mit silbrig glitzernden Schüppchen bestreut.
Von Frühling bis in den Spätherbst wachsen sie auf vermodertem Holz, gerne auf Laubholz, aber auch in Parkanlagen.
Die Sporenpulverfarbe ist wie bei allen Tintlingen schwarz.
In der Literatur wird häufig darauf hingewiesen, dass die genaue Unterscheidung dieser Tintlingsarten oft nur per Mikroskop möglich ist.
Für die Einordnung des Speisewertes ist das nicht wichtig, denn alle verwechselbaren Tinglinge dieser Art enthalten Coprin und sind somit giftig in Verbindung mit Alkohol.
Zuletzt aktualisiert am 08.04.2026.

Hasenpfote (Coprinopsis lagopus)
Als Tintling ist er im jungen Stadium gut zu erkennen. Der Hut ist mit wolligen Pusteln besetzt. Im Alter ist der Hut stark nach oben verbogen und deutlich gerieft.
Seine Sporenpulverfarbe ist ebenfalls schwarz.
Vom Frühling bis in den Herbst ist er im Wald, Parks, Holzlagerplätzen, überwiegend auf faulem Totholz als Folgezersetzer zu finden.
Als Speisepilz ist er nicht geeignet. Er ist ungenießbar.
Zuletzt aktualisiert am 08.04.2026.

Gemeiner Scheibchentintling (Parasola plilatilis)
Die Hüte haben nur eine übliche Größe von 1-3 cm im Durchmesser. Es ist also ein sehr kleines Pilzchen, und es sieht so aus, als wenn er auf vielen gerieften Scheibchen zusammengesetzt ist. Das hat ihm seinen Namen gegeben.
Sein Vorkommen ist sehr vielfältig. Vom Frühling bis in den Spätherbst findet man ihn in Parks oder auf Wegen, auf Wiesen oder Gärten. Er kann gesellig vorkommen und meist an lichtintensiven Standorten.
Sein Speisewert wird nicht nur wegen der geringen Größe als ungenießbar eingestuft.
Zuletzt aktualisiert am 08.04.2026.

Schopftintling (Coprinus comatus)



Dieser essbare Tintling wächst von März bis Dezember, meist aber erst ab Herbst. Der faserschuppige Hut und der glatte Stiel machen ihn leicht erkennbar. Der Hut ist leicht vom Stiel zu lösen. Die Stiele erinnern in ihrer Form an Spargel, daher nennt man ihn auch Spargelpilz. Und nicht nur deshalb: seine Stiele können auch wie Spargel zubereitet werden und schmecken auch so ähnlich.
Seine Lamellen sind frei, aber das sieht man erst, wenn man ihn durchschneidet. Das Sporenpulver ist schwarz und das wird sehr schnell deutlich, denn er zerfließt sehr schnell.
Diesen Pilz sollte man früh am Morgen sammeln und noch am gleichen Tag verarbeiten. Es sollten auch nur junge Fruchtkörper gesammelt werden. Wenn die Hutränder schon schwarz werden, können sie nur noch zum Anfertigen von Tinte verwendet werden. Er wächst an Wandrändern und nährstoffreichen Wiesen und Parkanlagen. In Parkanlagen sollte man darauf achten worher die Nährstoffe kommen. Eine beliebte Hunderoute durch einen Stadtpark ist sicher kein guter Fundort für Speisepilze.
Im Gegensatz zu anderen Tintlingen hat er nur eine wesentlich kleinere Menge an Coprin. Weitaus kritischer ist z. B. der Faltentintling (Coprinopsis atramentaria).
In Verbindung mit Alkohol ist Coprin stark giftig und führt zu heftigen Symptomen. Das ist aber beim Schopftintling nicht der Fall.
Zuletzt aktualisiert am 04.04.2026.
