Schlauchpilze

Speisemorchel, Maimorchel (Morchella esculenta)

Ab Anfang April sind alle Foren und Kanäle voll mit ersten Morchelfunden. Es gibt Seminare wie und wo man die heißbegehrte Morchel findet. Sie liebt kalkhaltige Böden und kommt gerne im feuchten Auenwald vor. Soweit die Theorie. Wir halten auch schon lange Ausschau und völlig  unerwartet in einem "Zechen-Brachgelände" im Duisburger Norden sehen wir die begehrten Morcheln. Das einzig typische an dem Fundort ist, dass dort wohl künstlich Kalk angeschüttet wurde. Aber egal, wir haben sie endlich mal gefunden und damit sie auch eventuell Unverträglichkeiten vermieden werden, kommen sie zuerst mal in das Dörrgerät.

Zuletzt aktualisiert am 23.04.2026

Quelle: Rita Lüder, kreativpinsel.de

Fingerhut-Verpel, Glocken-Verpel (Verpa conica)

In einem kleinen Zeitraum von März bis April ist dieser kleine Pilz mit Hüten von 1-4 cm und einem Stiel von 3-10 cm in Auenwäldern oder Feldgehölzern zu finden.

Er ist zwar essbar, aber wenig ergiebig und weil er recht selten ist, sollte man ihn auch schützen und nicht einsammeln.

Zuletzt aktualisiert am 23.04.2026

Frühjahrslorchel, Giftlorchel (Gyromitra esculenta)

Das abgebildete Exemplar ist schon etwas älter, aber die gehirnförmigen Windungen am Hut sind noch deutlich erkennbar.

Inzwischen gilt der Pilz als tödlich giftig. Das ist um so verwunderlicher als sein lateinischer Artenname esculenta  "essbar" bedeutet.

 

Im Kosmos-Handbuch - Pilze schreibt Andreas Gminder dazu:

"Die Giftwirkung entsteht durch Einatmen des flüchtigen Nervengiftes Gyromitrin oder dem Verzehr von rohen Pilzen. Die Art war lange Zeit Marktpilz und wurde in Konserven verkauft."

Zuletzt aktualisiert am 23.04.2026

Quelle: Rita Lüder, kreativpinsel.de

Herbst-Lorchel (Helvella crispa)

An manchen Fundorten kommt sie in Massen vor. Leider ist sie ungenießbar. Alle Lorchelartigen sind roh giftig. Die Gifte sind zwar hitzelabil, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht! Wir raten von einer Verkostung unbedingt ab.

Zuletzt aktualisiert am 15.05.2026

Österreichischer Kelchbecherling (Sarcoscypha austriaca)

Er wird auch Gemeiner Kelchbecherling genannt. Sein Speisewert wird unterschiedlich eingeordnet. Das hängt wohl auch von der Zubereitung ab.

Zuletzt aktualisiert am 15.05.2026

Frühlings-Becherling (Peziza phyllogena)

Wer den Pilz nicht kennt, kann eine App nutzen, um einen Hinweis zu bekommen. Eine gute App ist Obsidentify, sie ist kostenlos und hat eine sehr gute Trefferquote. Aber leider nicht bei diesem Pilz. Sie zeigt einen Kastanienbraunen Becherling (Peziza badia) an. Schaut man in die Literatur, so findet man ihn in montanen Nadelwäldern. Das ist die sehr feuchte Rheinaue leider nicht. Somit ist die Angabe der App leider fehlerhaft.

Das violette Fleisch macht ihn aber erkenntlich und er wächst bereits im März, also sehr früh. Damit ist er sehr einfach erkennbar. Sein Speisewert wird unterschiedlich eingeschätzt. Also einfach probieren oder sich nur an seiner Erscheinung erfreuen und ihn fotografieren. Die sehr feuchten Rheinauen sind ohnehin ein Naturschutzgebiet, in dem das Sammeln von Pilzen verboten ist.

Zuletzt aktualisiert am 28.03.2026

 

Fleischroter Gallertbecher (Asocoryne sarcoides)

Essbar ist er nicht, aber schön anzuschauen.

Zuletzt aktualisiert am 16.05.2026

 

Schmutzbecherling (Bulgaria inquinans)

Essbar ist er nicht und auch nicht so schmutzig wie er heißt.

Zuletzt aktualisiert am 16.05.2026

Zusammenfließende Buchen-Kohlenbeere (Jackrogersella cohaerens)

Diese ungenießbare Art gehört zu den Pyrenomyceten, den Kohlenbeereverwandten, und kommt ausschließlich an der Buche vor.

Zuletzt aktualisiert am 12.07.2026

 

Rötliche Kohlenbeere (Hypoxylon fragiforme)

Sie wächst ganzjährig und ist kein Speisepilz. Sie ist eine Pilzart aus der Familie der Holzkeulenverwandten (Xylariaceae).

Zuletzt aktualisiert am 16.05.2026

 

Geweihförmige Holzkeule (Xylaria hypoxylon)

Der kleine Pilz macht seinem Namen alle Ehre. Schaut man ihn genau an, so sieht man das "Geweih" in aller Pracht. Sein Geruch ist eher neutral und sein Geschmack unbedeutend. Als Speisepilz ist er nicht zu verwenden. Er ist ungenießbar.

Er kommt ganzjährig vor, aber in den Wintermonaten kommt die vollkommen schwarze Fruchtform hervor. Erst wenn man ihn ankratzt, sieht man das weiße Fleisch.

 

Zuletzt aktualisiert am 03.03.2026

 

Vielgestaltige Holzkeule (Xylaria polymorpha)

Diese Art ist ungenießbar und hat eine schwarze keulige Form. 

Zuletzt aktualisiert am 15.05.2026

 

Zinnoberroter Pustelpilz (Nectria cinnabarina)

Diese ungenießbare kleine Art ist sehr häufig zu finden. Die rosa Anamorphe findet sich meist auf Reisig und kann Äste komplett überziehen.

Zuletzt aktualisiert am 15.05.2026