Nichtblätterpilze
Nach der Fülle der Blätterpilze kommen nun Pilze, die nicht typische Blätterpilze sind. Auch davon gibt es etliche.
Leistlinge
Echter Pfifferling, Eierschwamm (Cantharellus cibarius)
Der Pfifferling ist ein sehr beliebter Speisepilz und kann auch im Handel erworben werden. Er hat keine Lamellen, sondern Leisten und ist dadurch besonders einfach erkennbar. Die Leisten sind sehr fest und nicht verschiebbar wie beim Falschen Pfifferling. Ferner ist sein Geruch nach Pfeffer sehr deutlich.
In früheren Zeiten mussten die einfachen Bauern die Steinpilze ihrer Herren abgeben. Die Pfifferlinge durften sie behalten. Ein unnützer Bauer wurde damit gescholten, dass er "keinen Pfifferling" wert sei. Daher kommt der bekannte Spruch.
Zuletzt aktualisiert am 19.05.2026


Trompeten-Pfifferling (Craterellus tubaeformis)
Zuletzt aktualisiert am 20.05.2026

Herbst-Trompete, Toten-Trompete (Craterellus cornucioides)
Zuletzt aktualisiert am 20.05.2026

Igel-Stachelbart (Hericium erinaceus)
Diese Art ist sehr wohlschmeckend und kann auch gezüchtet werden. Er wird bei Zuchthändlern auch unter dem Namen Affenkopf, Löwenmähne oder Pom-Pom geführt.
Zuletzt aktualisiert am 28.05.2026



Korallen
Zierliche Koralle (Ramaria gracilis)
Zuletzt aktualisiert am 19.05.2026

Zitterlinge
Goldgelber Zitterling (Tremella mesenterica)
Zuletzt aktualisiert am 25.05.2026

Gallerttränen
Zusammenfließende Gallertträne (Dacrmyces stillatus)
Die ungenießbaren Gallerttränen sind ganzjährig, aber nur in feuchten Witterungsperioden zu finden. Es gibt auch noch weitere Gallerttränenarten, die sich meist nur mikroskopisch bestimmen lassen.
Zuletzt aktualisiert am 12.07.2026

Glucken
Breitblättrige Glucke (Sparassis brevipes)

Krause Glucke (Sparassis crispa)


Gallertpilze
Judasohr (Auricularia auricula-judae)
Der ohrlöffelartige, gallertartige Pilz kommt in den Rheinauen mit Hollunder Baumbestand sehr häufig vor. Er wächst ganzjährig, aber meist im Winter bis Frühling und liebt die Feuchtigkeit. Der Geruch kann als muffig-erdig empfunden werden. Der Geschmack ist eher neutral, dennoch ist er ein sehr beliebter Speisepilz, besonders in der chinesischen Küche. Dort wird allerdings die fast identische, aber andere Art, der Mu-Err Pilz (Auricularia cornea), verwendet. Häufig hört man, dass beide eine Art seien, dem ist aber nicht so.
Das Judasohr kann roh gegessen werden, d. h. er enthält keine Giftstoffe, die sich erst durch Erhitzung auflösen. Dennoch raten wir grundsätzlich von dem Verzehr roher Pilze ab, weil Wildpilze immer den Umwelteinflüssen ausgesetzt sind.
Der interessante Name ist wohl eine Kombination aus Legende und Aussehen: Judas Ischariot soll sich nach dem Verrat an Jesus Christus an einem Holunder erhängt haben und die Form erinnert an eine Ohrmuschel, besonders von unten.
Der Pilz wächst auf Laubholz, meist Holunder. Er hat weißes Sporenpulver. Das sieht man häufig schon mit bloßem Auge sehr deutlich, wenn die Pilze geschichtet wachsen und aussporen.
Der Pilz gilt auch als Vitalpilz und ihm wird eine erstaunliche vielfältige Wirkung zugesprochen.
Zuletzt aktualisiert am 25.02.2026

Roter Gallerttrichter (Tremiscus helvelloides)
Dieser Pilz ist wohl aufgrund seiner Form und außergewöhnlichen Farbe kaum zu verwechseln. Er ist sogar essbar, hat aber kaum Geschmack.
Zuletzt aktualisiert am 16.05.2026

