Seitlinge

Austernseitling (Pleurotus ostreatus)

Das ist wohl der beliebteste Winterspeisepilz. Er braucht den ersten Frost und wächst dann gerne gesellig an totem, noch berindetem Buchenholz. Dabei ist es nicht entscheidend ob es liegende oder noch stehende Stämme sind. 

Sein Geruch ist würzig, pilzig. Der Geschmack ist eher mild. Der Austernseitling ist roh giftig. Er enthält Hämolysine, die blutzersetzend wirken. Durch ausreichendes Erhitzen lösen sie sich aber auf. Deshalb sollten Wildpilze auch immer ausreichend erhitzt werden, und wir raten vom Rohverzehr ab.

Dieser Winterpilz hat weißes Sporenpulver und sehr herablaufende Lamellen.

Er wächst auf abgestorbenen oder noch lebenden Laubbäumen, wie Buchen oder Eichen, kann aber auch schon mal auf Nadelholz vorkommen.

Verwechselt werden kann er mit dem Lungenseitling oder dem Gelbstieligen Muschelseitling. Das klingt vielleicht etwas überraschend, weil der Hut des Austernseitlings eigentlich grau ist. Es gibt aber auch eine weiße Varietät und da liegt die Verwechslung mit dem Lungenseitling schon nahe.

 

Zuletzt aktualisiert von Udo Paul am 26.02.2026

Lungenseitling (Pleutotus pulmonarius)

Der Lungenseitling riecht angenehm pilzig. Der Geschmack ist mild. Da der Pilz blutzersetzende Hämolysine enthält, ist er roh giftig. Das Sporenpulver ist weiß und er wächst auf Laubholz, gerne an Buchen. Ebenso wie der Austernseitling hat er lang herablaufende Lamellen.

Der Stiel kann mit 1-4 cm relativ lang sein. Das ist ein wichtiges Merkmal, denn vor weißen Seitlingen ohne Stiel ist zu warnen. Der Ohrförmige Seitling soll in Japan schon mehrfach zu Todesfällen gesorgt haben.

 

Letzte Aktualisierung von Udo Paul am 26.02.2026

 

Gelbstieliger Muschelseitling (Panellus serotinus)

Dieser wunderschöne Seitling strahlt durch seine gelbe Farbenpracht direkt hervor. Er wächst gerne auf Laubholz, auch mit dem Austernseitling auf einem Stamm.

Er hat weißes Sporenpulver und herablaufende Lamellen, die jung weißlich sind und später cremegelb werden.

Er gilt als essbar, aber das ist etwas umstritten. Etwas kurios ist, dass sich die eventuell vorhandenen Giftstoffe im Körper anreichern und bei einer Gewichtsabnahme freisetzen. Es gibt aber auch Quellenangaben, die das für Unsinn halten. Hier bleibt es also spannend, was die Forschung künftig herausbringt. Dem freudigen Finder dieses schön anzusehenden Pilzes bleibt es also selbst überlassen, ob er ihn zubereitet oder zur Freude der Natur im Wald belässt.

Ich habe ihn in einem Naturschutzgebiet gefunden und lediglich fotografiert.

 

Zuletzt aktualisiert von Udo Paul am 26.02.2026 

 
     
     

Orangeseitling (Phyllotopsis nidulans)

Der Pilz ist zwar wunderschön und man freut sich, wenn man ihn im Winter findet. Er ist aber ungeniessbar und riecht unangenehm süßlich. Der Geruch ist an den Lamellen am intensivsten.

 

 

Zuletzt aktualisiert von Udo Paul am 03.03.2026