Schwefelköpfe

Grünblättriger Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare)

Bereits im Frühjahr, ab April bis November findet man diesen Pilz sehr häufig in unseren Wäldern. Er wächst an modernden Laub- und Nadelbäumen und gerne gesellig. Er kann auch in sehr großer Anzahl an einem Standort vorkommen. Sein Hut ist erst halbkugelig, dann ausgebuchtet und kann auch exotische Formen annehmen.

Seine schwefelgelbe Hutfarbe macht ihn schnell erkenntlich und hat ihm auch seinen Namen gegeben. Seine Lamellen sind breit angewachsen und erst ebenfalls schwefelgelb, dann grünlich bis olivgrün. Im Alter werden sie lilagrau, was an der schwarzvioletten Sporenpulverfarbe liegt. Sein schmächtiger Stiel ist zum Fuß hin immer deutlich neongelb und erinnert an die Farbe von gelben Textmarker. Sein Geschmack ist sehr bitter.

Leider ist er giftig und verursacht kurze, aber heftige Magen-Darm-Beschwerden.

Verwechseln kann man ihn mit dem Ziegelroten Schwefelkopf (Hypholoma lateritium), obwohl sein Hut deutlich größer ist und eine ziegelrote Farbe hat. Dieser Pilz ist essbar, aber sehr bitter.

Ebenfalls sehr ähnlich ist der Graublättrige Schwefelkopf (Hyphpoöoma capnoides), der ein sehr guter Speisepilz ist. Ihm fehlen aber die grellen, grüngelben Farbtöne und der bittere Geschmack. Er wächst aber erst später im Jahr und ausschließlich auf Nadelholz.

Das Aussehen kann aber auch trügen, besonders bei jungen Fruchtkörpern.

Das deutlichste Unterscheidungsmerkmal ist die Geschmacksprobe. Dazu ein kleines Stück vom Hut abbrechen und vorsichtig zerbeißen. Der Geschmack kommt direkt durch. Eine Geschmacksprobe immer vollständig ausspucken.

Wir fassen zusammen:

Art Essbarkeit Farbtöne Geschmack
 Grünblättriger Schwefelkopf  giftig  schwefelgelb  sehr bitter
 Ziegelroter Schwefelkopf  essbar, aber bitter  ziegelrot  bitter
 Graublättriger Schwefelkopf  sehr guter Speisepilz  grau  mild

Zuletzt aktualisert am 03.04.2026.