Schwefelköpfe
Schwefelköpfe (Hypholoma) sind kleine bis mittelgroße Pilze, die einzeln bis gesellig wachsen können. Von den ca. 20 Arten ist nur einer essbar und einer giftig. Alle anderen sind ungenießbar.
Schwefelköpfe sind Syprobionten und wachsen auf totem Holz, kommen aber auch in Mooren oder auf Torf vor. Viele Arten kommen ganzjährig vor, mit Hauptwachszeit im Herbst.
Die verbreitetste Art ist der Grünblättrige Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare), der die einzige giftige Art ist. Durch den Geschmack und die Farbe von Hut und Lamellen lassen sich die unterschiedlichen Arten gut unterscheiden. Das gilt allerdings nicht für die Arten, die in Feuchtgebieten oder in Mooren wachsen. Um diese genau zu bestimmen, sind mikroskopische Analysen notwendig.
Grünblättriger Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare)



Bereits im Frühjahr, ab April bis November, findet man diesen Pilz sehr häufig in unseren Wäldern. Er wächst an modernden Laub- und Nadelbäumen und gerne gesellig. Er kann auch in sehr großer Anzahl an einem Standort vorkommen. Sein Hut ist erst halbkugelig, dann ausgebuchtet und kann auch exotische Formen annehmen.
Seine schwefelgelbe Hutfarbe macht ihn schnell erkenntlich und hat ihm auch seinen Namen gegeben. Seine Lamellen sind breit angewachsen und erst ebenfalls schwefelgelb, dann grünlich bis olivgrün. Im Alter werden sie lilagrau, was an der schwarzvioletten Sporenpulverfarbe liegt. Sein schmächtiger Stiel ist zum Fuß hin immer deutlich neongelb und erinnert an die Farbe vom gelben Textmarker. Sein Geschmack ist sehr bitter.
Leider ist er giftig und verursacht kurze, aber heftige Magen-Darm-Beschwerden.
Sehr ähnlich ist der Graublättrige Schwefelkopf (Hypholoma capnoides).
Verwechseln kann man ihn auch mit dem Ziegelroten Schwefelkopf (Hypholoma lateritium), obwohl sein Hut deutlich größer ist und eine ziegelrote Farbe hat. Dieser Pilz ist essbar, aber sehr bitter.
Das Aussehen kann aber auch trügen, besonders bei jungen Fruchtkörpern.
Das deutlichste Unterscheidungsmerkmal ist die Geschmacksprobe. Dazu ein kleines Stück vom Hut abbrechen und vorsichtig zerbeißen. Der Geschmack kommt direkt durch. Eine Geschmacksprobe immer vollständig ausspucken.
Zuletzt aktualisiert am 06.06.2026.
Graublättriger Schwefelkopf (Hypholoma capnoides)
Manche nennen ihn auch Rauchblättriger Schwefelkopf. Seine Lamellen sind eher grau wie Rauch. Er ist ein sehr guter Speisepilz. Ihm fehlen die grellen, grüngelben Farbtöne und der bittere Geschmack. Er wächst erst später im Jahr und ausschließlich auf Nadelholz.
Zuletzt aktualisiert am 12.05.2026


Ziegelroter Schwefelkopf (Hypholoma lateritium)
Der schöne ziegelrote Hut macht ihn leicht erkennbar. Aber wie die Natur so ist, es gibt auch blasse Exemplare und können dann den anderen Schwefelköpfen sehr ähnlich sehen.
Zuletzt aktualisiert am 05.05.2026

Wir fassen zusammen:
| Art | Essbarkeit | Farbtöne | Geschmack |
|
Grünblättriger
Schwefelkopf |
giftig | schwefelgelb | sehr bitter |
|
Graublättriger Schwefelkopf (Hypholoma capnoides) |
sehr guter Speisepilz | grau | mild |
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Ziegelroter Schwefelkopf (Hypholoma lateritium) |
essbar, aber bitter | ziegelrot | bitter |
