Schönköpfe
Mairitterling, auch Maipilz oder Georgsritterling (Calocybe gambosa)



Jedes Jahr im April zieht es uns in den Duisburger Norden. Im Landschaftspark Nord gibt es eine Stelle, an der zu dieser Jahreszeit Maipilze wachsen. Mal sind es mehr, mal weniger. In diesem Jahr war es gigantisch. An einem Tag haben wir fast 2 Kg Maipilze vorgefunden.
Seine Lamellen sind frei oder mit Zahn angewachsen. Sein weißer bis cremefarbener Hut ist halbkugelig und am Rand eingerollt. An seinem kurzen Stiel liegt er fast auf dem Boden und kann wie Kieselsteine aussehen.
Die Sporenfarbe ist weiß. Die Lamellen sind sehr schmal und eng stehend. Sein Geruch ist mehlartig. Der Geruch vergeht aber bei der Zubereitung.
Verwechselt werden kann er mit dem Riesen-Rötling, der wächst aber erst im Herbst. Manchmal wird auch der Ziegelrote Raukopf genannt. Sehr jung ist sein Hut noch nicht ziegelrot.
Der volkstümliche Name Georgsritterling geht auf den Märtyrer Georg oder Georgie zurück. Zu seinem Gedenken gibt es am 23. oder 24. April einen Gedenktag. Das ist die Zeit, zu der auch der Maipilz zu finden ist.
Der Maipilz gehört zur Gattung der Ritterlinge. Er wird eigentlich zu den Schönköpfen zugeordnet, die Raslingsverwandte sind. Das ist insofern wichtig, weil Schönköpfe Folgezersetzer sind und Ritterlinge meist Symbiosepilze.
Zuletzt aktualisiert am 15.04.2026
